GPS? Na klar!
Vor einigen Jahren hatte ich zum ersten Mal Kontakt mit dem GPS-System. Es war bei Freunden auf einer Segelyacht. Mich beeindruckte, unter Deck auf dem Display des GPS-Gerätes ein näherkommendes Seezeichen zu sehen, um dann nur wenige Meter daran vorbeizufahren.
Das wäre genau das Richtige für Wanderungen. Aber das mobile System war sehr teuer, dies hat sich mittlerweile aber geändert. Man bekommt diese Geräte heute schon für unter 200.-EUR. Handgeräte (rechts mein GARMIN Venture) sind kaum größer als ein Handy und ich möchte darauf nicht mehr verzichten.
Gerade auf Wanderungen, z.B. in Skandinavien, ist es ein schönes Gefühl immer zu wissen, wo man sich befindet und wo es längs geht. Die großen Touren über mehrere Tage haben wir zwar noch nicht gemacht, aber auch eine Tagestour in unbekanntem Gelände gibt die nötige Sicherheit mit dem GPS-Empfänger jederzeit zum Ausgangspunkt zurück zufinden. Seit 2001 benutze ich das GPS, um auch während der Fahrten mit dem PKW oder dem Wohnmobil an bestimmten Stellen Wegpunkte (Waypoints) zu setzen, die ich später meinen Fotos zuordne.

Noch ein Aspekt: Der Notfall. Durch Übermittlung der Koordinaten ist schnellere Hilfe möglich - natürlich nur, wenn das Handy funktioniert.

Neben den vielen Informationen über Entfernung, Wandergeschwindigkeit, zurückgelegte Strecke usw., ist das wichtigste die Hilfe zur Orientierung. Werden vor der Wandertour noch sogenannte Wegpunkte eingegeben, kann man sein Ziel eigentlich nicht mehr verfehlen. Voraussetzung ist allerdings, dass man genug Satelliten empfängt.

Wie funktioniert GPS eigentlich?

GPS (Global Positioning System) besteht zur Zeit aus 28 Satelliten, die zwei Mal pro Tag um die Erde kreisen. Sie senden dauernd Informationssignale aus, welche mit einem GPS-Handgerät empfangen werden können. Diese durchdringen problemlos Wolken, aber keine festen Hindernisse wie Berge, Häuser usw. Das Handgerät errechnet ständig die aktuellen Standortkoordinaten. Zur exakten Lagebestimmung (ca. 5-10 Meter) muss das Gerät Signale von mindestens vier Satelliten empfangen. Vier Satelliten sind nötig, um die drei Größen, Länge, Breite und Höhe zu errechnen. Das Gerät schätzt die Genauigkeit der Messung und zeigt sie in Metern an. Normalerweise liegt der Empfang bei 5 bis 9 Satelliten. GPS-Handempfänger können bis zu 12 Satelliten gleichzeitig empfangen.

Kurzum: für den passionierten Wanderer ist das GPS nicht nur ein faszinierendes technisches Spielzeug, sondern auch eine sinnvolle Ergänzung zur Karte.